Wie es bei Freunde-Vereinen von Zoos üblich ist, hat auch der Verein der Freunde des Haus des Meeres für einige Zoo-Tiere Patenschaften übernommen. 2019 waren es die Kanonenkugelquallen, die beiden Nashornleguane und Springtamarine.

Kanonenkugelquallen leben an den tropischen und subtropischen Küsten des Atlantiks und des Pazifiks. Ihren Namen haben sie wegen ihrer Kugelform und wegen ihrer für Planktontiere bemerkenswerten Schnelligkeit. Im Haus des Meeres werden sie gezüchtet, im großen Quallenaquarium schwimmen mehrere Hundert. Daniel Abed-Navandi, Stellvertretender Direktor des Hauses und Meeresbiologe, ist von Ihnen begeistert. Dieser Begeisterung sind wir gefolgt.

Das Nashornleguan-Pärchen wurde Ende der 1990er Jahre am Flughafen beschlagnahmt. Der Schmuggler trug die Jungtiere in einem Beutel am Körper. Die Beschlagnahme wurde vom Wiener Zoologen Kurt Kolar als Sachverständiger begleitet. Das Paar ist nun Teil eines europäischen Erhaltungszuchtprogrammes. Nashornleguane gelten in ihrer Heimat, der Antilleninsel Hispaniola, als „stark gefährdet“.

Seit 2017 bevölkern auch schwarze Springtamarine das Tropenhaus. Die südamerikanischen Äffchen gehören zoologisch gesehen zur Familie der Krallenaffen. Wegen der Abholzung ihres Lebensraumes, der Regenwälder, werden sie in den Roten Listen der gefährdeten Tierarten als „gefährdet“ bezeichnet. Im September 2018 kam erstmals ein Jungtier zur Welt, 2019 ein weiteres. Unsere Vereinspräsidentin Evelyn Kolar fühlt sich den entzückenden Krallenaffen noch aus ihrer Zeit als Mitarbeiterin am Institut von Otto Koenig am Wiener Wilhelminenberg sehr verbunden.

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