Wir haben den Sternenhimmel verloren, weil unsere Städte den Himmel mit künstlichem Licht fluten.

Der ehrfürchtige Blick hinauf zu Tausenden funkelnden Lichtern, zur Milchstraße und zu den Sternschnuppen ist seit wenigen Jahrzehnten nur noch an seltenen, ausgewählten Orten möglich.

Was früher selbstverständlich war, gilt heute als unvergessliches Erlebnis.

Stattdessen haben wir uns daran gewöhnt, von einem weißlich-grauen oder orange verfärbten Nebel bedrückt zu werden.

Die fatale Lichtverschmutzung trifft auch die Tierwelt.

Wenn es dunkel wird, beginnt für viele Arten das eigentliche Leben: Fledermäuse, Insekten, Eulen, Amphibien und andere sind perfekt an die Nacht angepasst – das künstliche Licht bringt ihre Lebensräume aus dem Gleichgewicht.

Der Biologe und Nationalpark-Ranger Christian Raffetseder erklärt, warum natürliche Dunkelheit für nachtaktive Tiere unverzichtbar ist und wie Lichtverschmutzung ihr Verhalten, ihre Orientierung und ihr Überleben beeinflusst.

Er beleuchtet das Leben ausgewählter Arten wie Glühwürmchen, Waldkauz und Wiener Nachtpfauenauge, zeigt auf, welchen Wert die Dunkelheit für unser Leben und unsere Gesundheit hat und stellt Lösungen für naturverträgliche Beleuchtung dar.

Die Zunahme der Lichtverschmutzung ist besorgniserregend: weltweit knapp zehn Prozent, europaweit sechs Prozent pro Jahr.

Entdecken Sie die Nacht als wertvollen Lebensraum – und erfahren Sie, wie wir ihn besser schützen können!

Christian Raffetseder ist Vorstandsmitglied des Vereins „Paten der Nacht – Österreich“ – eine Filiale der überparteilichen Organisation zur Eindämmung der Lichtverschmutzung mit Sitz in Deutschland.

18.30 Uhr, Saal im 10. Stock
Anmeldung erforderlich. Bitte Anzahl der Personen angeben!

Per E-Mail kolar.evelyn@gmail.com
oder telefonisch: 0664 121 7427

Vereinsmitglieder sind nach Vorweisen des Mitgliedsausweises zum kostenlosen Eintritt berechtigt.

Gästen ist es möglich, ab 17.30 Uhr eine vergünstigte Abendkarte (€ 15,50 statt 22,90) für das Haus des Meeres zu lösen, den Zoo zu besichtigen, und ab 18.30 Uhr – nach rechtzeitiger Anmeldung – den Vortrag zu besuchen.

Titelfoto: ESO/Håkon Dahle (Creative Commons Attribution 4.0 International License)
Wetere Fotos von Rudi Eis, Eva Maria Pölz, Manfred Christ, Christian Raffetseder

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