Wie ein kleiner Furz einen ganzen Lebensraum rettet …
Der Fisch des Jahres 2026 ist ein wahrhaft wunderliches Geschöpf, das im Schlamm stehender Gewässer lebt.
Schlammpeitzger oder Schlammbeisser gelten als stark gefährdet, weil ihre Lebensräume entlang von Tieflandflüssen immer häufiger austrocknen oder sogar trockengelegt werden.
Ihre Existenz ist an pulsierende Flüsse und von Hochwasser gespeiste Stillgewässer gebunden.
Der aus dem Bezirk Gänserndorf stammende Zoologe Gerhard Käfel koordiniert derzeit ein Projekt, das die Lebensbedingungen dieser Fische in den March-Thaya-Auen dauerhaft verbessern soll.
Er zeigt in Form einer märchenhaften Naturgeschichte und anhand der Situation an March und Thaya, dass in der Welt der Schlammpeitzger Hochwasserschutz und Naturschutz keinen Widerspruch darstellen müssen und bei einiger Rücksichtnahme durchaus unter einen Hut zu bekommen sind.
Seine spielerische Erzählung, die sich sowohl an Erwachsene wendet als auch an Jüngere, umfasst Hochwasser, die Regulierung der March sowie die typischen Tiere der Auwälder – und selbstverständlich das Leben des Hauptdarstellers, des mit genialen Fähigkeiten ausgestatteten, maximal 30 Zentimeter großen Schlammpeitzgers:
Ist etwa zu wenig Sauerstoff im Wasser, schluckt er Luft, veratmet sie im Darm, und scheidet sie hinten wieder aus (er furzt). So kann er selbst das zeitweilige Austrocknen seines Wohngewässers überstehen.
Und weil er imstande ist, Luftdruckschwankungen wahrzunehmen, zeigt er sich bei Herannahen eines Gewitters auffallend unruhig.
Im Volksmund brachte ihm das den Namen „Wetterfisch“ ein.
Eine Begegnung mit einem besonderen Fisch, den kaum jemand kennt, und eine ungewöhnliche Reise zu den Gräben und Tümpeln der March- und Thayaauen. Fachlich für Erwachsene, märchenhaft für Kinder.
18.30 Uhr, Saal im 10. Stock
Anmeldung erforderlich. Bitte Anzahl der Personen angeben!
Per E-Mail kolar.evelyn@gmail.com
oder telefonisch: 0664 121 7427
Vereinsmitglieder sind nach Vorweisen des Mitgliedsausweises zum kostenlosen Eintritt berechtigt.
Gästen ist es möglich, ab 17.30 Uhr eine vergünstigte Abendkarte (€ 15,50 statt 22,90) für das Haus des Meeres zu lösen, den Zoo zu besichtigen, und ab 18.30 Uhr – nach rechtzeitiger Anmeldung – den Vortrag zu besuchen.
Fotos: Gerhard Käfel, Norbert Sendor, Brehms Tierleben
