DI Eric Egerer (verstorben am 17. April 2020), Architekt im Ruhestand, filmt seit sechzig Jahren unter Wasser. An diesem Abend präsentierte er seinen neuesten Film und Ausschnitte seines ersten Films.

„Dugong – im Reiche von Seekuh und Suppenschildkröte. Die wunderbare Lebensvielfalt der Korallenriffe im Roten Meer“ wurde 2018 freitauchend in Ägypten gedreht. Die 27 Minuten lange Videodokumentation zeigt die Lebensvielfalt im Roten Meer, unter anderem die Jagd der Großmaulmakrelen und die Abwehrstrategie der Igelfische. Auf weiten Sandflächen begegnet Eric Egerer einer Suppenschildkröte mit Goldmakrelen als ihren Begleitern und einer neugierigen Gabelschwanz-Seekuh.

Egerers erster Film hieß „Dugi Otok“ (der Name einer kroatischen Adria-Insel) und entstand 1959 in Zusammenarbeit mit Hermann Schacht. Er wurde ebenfalls freitauchend gedreht, auf 16 mm Kodachrome-Material. Der Originalfilm war mehr als eine Stunde lang und wurde seinerzeit in den Wiener Volksbildungshäusern gezeigt.

Eric Egerer präsentierte im Haus des Meeres einen sieben Minuten langen Ausschnitt: „Es herrschte damals eine Vielfalt und ein Reichtum an Meerestieren, die heute kaum noch vorstellbar sind. Es gab viele große Zackenbarsche und bis zu zwei Meter lange Bernsteinmakrelen. Das Wasser im Kornaten-Archipel war so klar, wie heute nur noch an wenigen berühmten Tauchplätzen der Welt.“

Mentor der beiden jungen Studenten war der schon damals weltberühmte Meeresforscher Hans Hass. Egerer wandte sich um Unterstützung an ihn. Hass war sehr freundlich und, so Egerer, „hat uns durch seinen Einfluss sehr geholfen.“  Die Firma Kodak stellte gratis einen Koffer voll 16 mm-Filmmaterial zur Verfügung, der Kamera-Hersteller Eumig zwei der neuesten 16 mm-Filmkameras – eine davon sogar mit einem speziellen Suchersystem für den Unterwassereinsatz. Die wasserdichten Gehäuse haben sich Egerer und Schacht selbst gebaut.

ERIC EGERERS YOUTUBE-KANAL: https://www.youtube.com/user/egererfilm

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